43/2017: Warren-Bericht? War das was?

Der Warren-Bericht

Immer noch nicht vollständig öffentlich einsehbar.

Vor vierzig Jahren habe ich mir den „Warren Bericht über den Mord an Präsident John F. Kennedy“ gekauft und gelesen. Es war trocken und öde – und doch spannend. Bei Wikipedia gibt es zu den Hintergründen einen sehr schönen Beitrag. Dort wird auch auf die Verschwörungstheorien eingegangen, die kursieren: „Mafia: Ein naheliegender Gegenstand für Verschwörungsspekulationen war La Cosa Nostra, die amerikanische Mafia. Das Attentat könnte in dieser Perspektive eine Reaktion auf den erheblichen Verfolgungsdruck sein, unter den Kennedys Bruder Robert als Justizminister führende Köpfe des organisierten Verbrechens gesetzt hatte, namentlich Sam Giancana, Santo Trafficante und Carlos Marcello. Sie alle profitierten von großzügigen Darlehen, die ihnen Jimmy Hoffa, der Chef der mafianahen Teamster-Gewerkschaft, aus der Pensionskasse seiner Organisation zu gewähren pflegte. Durch die bevorstehende Verurteilung Hoffas drohte diese Finanzquelle zu versiegen. Dadurch schien sich Kennedy der Mafia gegenüber als undankbar zu erweisen, denn einerseits hatten die Gangster im Rahmen der Operation Mongoose bei verschiedenen Anschlagsversuchen auf Castro eng mit der CIA zusammengearbeitet. (…) Edgar Hoover: Der 68-jährige FBI-Chef J. Edgar Hoover (1895–1972) soll versucht haben, die Kennedy-Brüder zu erpressen, ihn auch nach Überschreiten seines siebzigsten Lebensjahres im Amt zu halten, doch ohne Erfolg. Außerdem habe er die liberalen Ansichten der Kennedys und ihren Lebensstil verachtet. Daher habe er Weisung gegeben, die Mordpläne der Mafia nicht zu stören, Informationen über Oswalds Verwicklung in das Mordkomplott nicht weitergegeben und so zu seinem Gelingen beigetragen. Nach dem Attentat habe er alle Indizien über eine Verwicklung der Mafia nach Kräften unterdrückt und sich für die Einzeltäterthese starkgemacht.[163] 1964, einige Tage vor seiner Aussage in der Warren-Kommission, wurde er von Kennedys Nachfolger Johnson zum FBI-Direktor auf Lebenszeit ernannt.“ Meisterhaft verarbeitet übrigen von James Ellroy in seinen Romanen „Ein amerikanischer Thriller“ und "Ein amerikanischer Albtraum".

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