49/2018: Personal und Personalsuche


Wer stellt wieviel Personal ein?


Wer stellt wie und wo und warum ein?

Das IAB wartet mit neuen Fakten und Zahlen zu den Neueinstellungen im Jahr 2016 auf. Dabei setzt sich der Trend aus den Vorjahren fort:  "Kleine und mittlere Betriebe stellen den Großteil des gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots und damit auch den Großteil der Neueinstellungen in Deutschland. So gab es im Jahr 2016 insgesamt 3,65 Millionen Neueinstellungen im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, 44 Prozent davon in kleinen Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten. Das Wachstumspotenzial der deutschen Wirtschaft hängt somit maßgeblich davon ab, ob und wie gerade diese Betriebe ihren Arbeitskräftebedarf decken können.“ Für mich als Berater ist dabei interessant, welche Wege die Betriebe gehen, um neue MitarbeiterInnen zu geweinnen. Dabei ist es bei größeren Betrieben die eigene Homepage, die am häu­figsten zur Personalsuche herangezogen wird. Auch privatwirtschaftliche Jobbörsen im Internet werden häufig eingesetzt. Bei kleinen Betrieben ist es umgekehrt: Hier werden die eigenen Mitarbeiter oder andere persönliche Kontakte als Suchweg genutzt, und darüber werden auch fas die Hälfte der offenen Stellen besetzt wird. In diesen Betrieben – also in Betrieben mit dem größten Arbeitsplatzaufkommen - ist dieser informelle Suchkanal der häufigste Weg, der tatsächlich zur Besetzung führt: Insgesamt wird ein Drittel aller Stellen über persönliche Kontakte besetzt. Großbetriebe profitieren aber nicht nur über die bestehenden Homepages, sondern erhalten auch mehr Initiativbe­werbungen und können darüber etwa 13 Prozent ihrer Stellen besetzen. Bei Kleinbetrieben ist es nach den Ergebnissen der IAB-Studie nur bei 6 Prozent der Stellen so. Vermitt­lungsdienstleistungen der Bundesagentur für Arbeit werden mit 43 Prozent aller Neueinstellungen am häufigsten von mittelgroßen Betrieben in Anspruch genommen; in 5 Prozent aller Neueinstellungen führte ein Vermittlungsauftrag und in 7 Prozent die Jobbörse der BA letztlich zur Besetzung. D.h. nur 7 Prozent der Vermittlungen gehen über die Jobbörse der BA. Die Studie des IAB erwähnt bewusst nicht das Gegenteil: Alle anderen Suchwege machen damit 93% aus. Noch schlechter als die Jobbörse der BA schneiden nur die privaten Arbeitsvermittler ab – hier sind nur 4 % aller Betriebe, die bei der Besetzung darauf zurückgreifen. Und die sozialen Medien? Die sind weit abgeschlagen – 1 % machen diese aus. 

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