50/2019: Zu wenig Kies für Schule und Bildung.

Zu wenig Kies. Für Schule und Bildung.

Die Schulen brauchen Geld. Und Personal. Und neue Gebäude.

Zu wenig Kies für Schule und Bildung.

In keinem Bereich sind die Mißstände so groß und die Handlungsunfähigkeit des Staates so deutlich wie in einem Kernbereich unseres Landes: Schule und Bildung.

Auf einer Tagung im Herbst 2019 hörte ich das erste Mal eine schöne Beschreibung für diese Gesamtsituation in Deutschland: Der einzige Rohstoff, den Deutschland im Überfluß hat, ist Kies. „Die wichtigsten heimischen Rohstoffe gemessen an ihrer Jahresproduktion sind Kies und Bausand mit rund 270 Millionen Tonnen, Natursteine mit etwa 200 Millionen Tonnen und Braunkohle mit gut 180 Millionen Tonnen.“ Entsprechend wäre ein Land wie Deutschland gut beraten, in das Know-How der Menschen zu investieren. Im Bildungsfinanzbericht, der im Dezember 2019 erschienen ist, wurde gewaltige Zahlen veröffentlicht: "Die Haushaltspläne der öffentlichen Haushalte sehen für 2019 (Soll) Bildungsausgaben in Höhe von 147,2 Mrd. Euro vor. Der Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben am Gesamthaushalt von Bund, Ländern und Gemeinden (ohne Sozialversicherungssysteme) belief sich 2018 auf 20,6 %. Die öffentlichen Bildungsausgaben je Einwohnerin und Einwohner beliefen sich im Jahr 2018 auf 1 672 Euro. Bezogen auf die unter 30-Jährigen betrugen die Bildungsausgaben der öffentlichen Haushalte 2018 pro Person 5 531 Euro. Das waren 31,5 % mehr als 2010." Sieht gut aus? Ist es aber nicht. Es ist so schlecht, wie ich in einem Blog-Beitrag vom Frühjahr 2019 geschrieben habe: Halten wir mal dagegen, was pro Kopf für die Rüstung ausgegeben wird: Für Soldaten  und zivile Angestellte der Bundeswehr werden im Jahr 2019 pro Kopf mehr als 164.000 Euro ausgegeben, nämlich für 263.000 Soldaten und zivile Beschäftigte insgesamt 43,2 Milliarden. Regelmäßig ist es daher ernüchternd und frustrierend, die Ergebnisse der PISA-Studien zu lesen. Die negativen Auswirkungen von sozioökonomischer Benachteiligung auf die Bildungs- und langfristig auch Aufstiegschancen von jungen Menschen sind zwar in vielen Ländern stark, in Deutschland aber besonders ausgeprägt. Dagegen halten ist also angesagt. Investieren und bauen und fördern und ausbilden.

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