26/2019: Brexit.

#Brexit

Eigentlich ist es mir mittlerweile egal, ob es dem United Kingdom gelingt, aus der EU auszutreten, mit Vertrag oder ohne. The United Kingdom of Great Britain – also England, Wales, Schottland und Nordirland – ist in einer schwierigen verfassungspolitischen Lage. Vielleicht gibt es eine Lösung. Allerdings – mir ist nicht egal, ob diese Lösung dazu führen könnte, dass wieder Blut fließt an der Grenze zwischen Nordirland und Eire – dem unabhängigen Teil von Irland. In der jw vom 09.02.2019 standen dazu wichtige Sätze: „Viele Anwohner der 499 Kilometer langen Grenze haben Befürchtungen, dass wieder ähnliche Zustände eintreten könnten wie während der drei Jahrzehnte des Nordirlandkonfliktes. Sowohl in der nordirischen Hauptstadt Belfast und in Derry, den Epizentren der Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und probritischen Protestanten, wie in entlegenen Grenzdörfern, wo der Schmuggel herrschte, mit Beteiligung der Untergrundorganisation IRA, erinnert man sich noch gut an diese Zeit.  Auch mit Hilfe von EU-Mitteln, die nach dem Friedensschluss im Karfreitagsabkommen 1998 flossen, haben sich seitdem grenzüberschreitend neue soziale, kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen entwickelt. Nun herrscht das Gefühl, dass diese Anstrengungen, den Frieden zu bewahren, in Gefahr sind. Am 19. Januar war Derry bereits Schauplatz der Explosion einer Autobombe, für die Nordirlands Polizei eine Gruppe von IRA-Dissidenten verantwortlich macht. Tritt der Brexit ein, gehen viele Unternehmer davon aus, dass der Schmuggel wieder aufblühen wird. Eine richtige Grenze hätte enorme Auswirkungen auf den Transport von Gütern und Personen, auf Zölle, auf das Gesundheitssystem. Durch die sechs Grafschaften der historischen Provinz Ulster, die Nordirland bilden, verlaufen etliche Hauptverkehrsadern.“

Drücken wir uns die Daumen, dass der Konlikt in Nordirland keine Zukunft mehr hat.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0