Durchblig 2018

Die Regierungsbildung im Frühjahr 2018 habe ich mit Interesse und Skepsis verfolgt und sehe mich in meinen schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Wie schrieb der nicht unumstrittene Jakob Augstein von Spiegel Online: „Genossen, tut uns einen Gefallen: Stellt dieser Kanzlerschaft die lebenserhaltenden Systeme ab! Angela Merkel gehört in Rente. (…) Die SPD hat getönt, es werde mit ihr keine Obergrenze für Flüchtlinge geben. Die CSU hat sie durchgesetzt. Die SPD forderte einen...

Das IAB wartet mit neuen Fakten und Zahlen zu den Neueinstellungen im Jahr 2016 auf. Dabei setzt sich der Trend aus den Vorjahren fort: "Kleine und mittlere Betriebe stellen den Großteil des gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots und damit auch den Großteil der Neueinstellungen in Deutschland. So gab es im Jahr 2016 insgesamt 3,65 Millionen Neueinstellungen im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, 44 Prozent davon in kleinen Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten.

Die Halbierung der Zahl der Arbeitsplätze würde, bei gleichbleibendem Bruttoinlandsprodukt (BIP) und gleichbleibender, durchschnittlicher Arbeitszeit, eine Verdopplung der Arbeitsproduktivität implizieren. Bei einem Wachstum derselben um jährlich zwei Prozent würde das immerhin 35 Jahre dauern. Doch eine solche Steigerung der Arbeitsproduktivität ist etwas, was es in den fortgeschrittenen Industrienationen seit mehr als vier Jahrzehnten nur noch ausnahmsweise während kurzer Perioden gab.“

Seit seiner Gründung setzt der Edeka-Verband den Mittelstand über alles, bleibt ideologisch in rückwärts gewandtem Standesdenken verhaftet und fordert vor allem Besitzstandwahrung. Er kämpft gegen Warenhäuser, Filialbetriebe und Spezialgeschäfte, die - so der Vorwurf - die Gewerbefreiheit nur benutzten, um die Konkurrenz auszuschalten. Nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler gehen deren "Kampfbünde für den gewerblichen Mittelstand" rabiat gegen Kaufhäuser und Konsumgenossenschaften.

Leider ist mein Eindruck, dass sich hier etwas entwickelt hat, was ich auch beim Marketing mit Websites feststelle: Die Lösung soll schnell gehen, möglichst wenig kosten, keine Arbeit machen - die dahinter stehenden Vorgänge, Richtlinien und Möglichkeiten werden ausgeblendet. Der eigene, wenig kritische Umgang mit Daten, die im Internet und auf Facebook, bei Online-Recherchen auf Google, oder auch bei Einkäufen im Interet an den Tage gelegt werden, werden kaum reflektiert.

Im Januar 2018 wurde mir klar: Einfach mal innehalten und nachdenken. Und einfach mal aufhören, Blogbeiträge zu produzieren, damit es regelmäßig Blogbeiträge gibt. Die Gründe dafür stehen im ersten Blogbeitrag seit langem.

Immer wieder – jetzt auch wieder – fallen GründerInnen rein, weil sie glauben, dass jemand, der die Buchstaben „IT“ oder „Designer“ in der Berufsbezeichnung führt, auch Ahnung von Online-Marketing hat.