36/2019: Einfach mal nachgerechnet.

Das 1 x 1 des Marketing.

Wenn alles stimmt, stimmt etwas nicht.

Eine Gründerin hat mich auf ihn aufmerksam gemacht: Felix Thönnessen, ein deutscher Betriebswirt und Lehrbeauftragter, Referent und Keynote-Speaker zum Thema Existenzgründung, Digitalisierung und Marketing. Er arbeitet zudem als Autor, Unternehmer und Investor. Er ist laut Wikipedia 39 Jahre alt. Er ist einer der Marketing-Experten. An Felix Thönnessen ist mir allerdings vor allem seine Frisur aufgefallen und einige Zahlen. Wie schon geschrieben: Er ist 39 Jahre alt. Er hat laut eigener Darstellung über 1.253 Gründungen begleitet. Auch wenn ich an Mathematik in der Schule nie so richtig Freude gewinnen konnte – ein gutes Gefühl für Zahlen hatte ich immer schon. Also habe ich mal schnell nachgerechnet: Wenn ich 1.253 Gründungen begleite, und das seriös mache, investiere ich ca. 100 Zeitstunden. Macht also 100.000 Stunden – oder umgerechnet 14,3 Jahre. Felix Thönnessen hat aber auch noch 23 eigene Gründungen – wieder nach eigenen Angaben – erfolgreich durchgeführt. Dann rechne ich auch da mal nach: eine Gründung zum Erfolg zu führen, bedeutet ja, mindestens stabile Gewinne und Umsätze zu erreichen. Viele Gründungshandbücher sagen dazu, dass spätestens nach drei Jahren der erste Gewinn gemacht werden sollte. Aber gehen wir mal von viel positiveren Entwicklungen aus: Die Unternehmen von Felix Thönnessen machen schon nach 10 Monaten Gewinn. Das sind dann 230 Monate insgesamt. Macht also 19 Jahre. Damit sind wir wieder beim Ausgangspunkt: Kann ja nicht sein, dass ein Promi-Marketing-Experte so falsche Zahlen liefert. Denn wenn er mit 20 angefangen hat, zu arbeiten, dann wäre er vollends beschäftigt gewesen mit seinen eigenen 23 Gründungen. Also habe ich noch mal nachgesehen: Die Gründungsbegleitungen sind zeitlich begrenzt: Es gibt eine sechsmonatige Begleitung, in der jeweils 2 Stunden pro Monat die individuelle Beratung stattfindet. Und ein telefonischer Rückrufservice innerhalb von 48 Stunden – - vier Mal im Monat. Seine Begleitung ist dann wohl doch nicht so intensiv wie ein Coaching bei mir. Damit ich den Hype um Felix T. verstehe, werde ich nun also seine Bücher lesen und zu seinen Unternehmen recherchieren, die er erfolgreich gegründet haben will. Mehr folgt in einigen Wochen.

 

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