Themen der Woche 12/2019

#Kennst Du Frau Vestager. Google kennt sie!

#keeping passwords secure - auch Dein Humor?

Zitronenkuchen vom Blech

Keine Woche ohne Facebook-Panne? Im Newsroom von Facebook steht unter der charmanten Überschrift „Keeping passwords secure“ – übersetzt etwa: „Wir sorgen für sichere Passwörter“ folgendes zu lesen: „As part of a routine security review in January, we found that some user passwords were being stored in a readable format within our internal data storage systems. This caught our attention because our login systems are designed to mask passwords using techniques that make them unreadable. We have fixed these issues and as a precaution we will be notifying everyone whose passwords we have found were stored in this way.”

 

Im Klartext: Eine Technik, die dafür sorgen sollte, dass niemand Dein Passwort im Klartext lesen kann, hat für mehrere Jahre für vielleicht hunderte Millionen Facebook-NutzerInnen nicht funktioniert. Alle, die es betrifft, sollen davon informiert werden. Gefunden wurde dieses Problem von einem Blogger aus den USA (https://krebsonsecurity.com), der über einen Facebook – Insider an diese Information gekommen war. Leider hat er mich dann daran erinnert, dass es ja im März noch einen anderen Skandal gegeben hatte, den ich jetzt erst richtig verstanden habe: Deine Telefonnummer,  die Du auf Facebook für Sicherheitsaspekte hinterlegst, damit bei Problemen darüber der zugang zu Deinem Konto wiederhergestellt werden kann, wurde für Marketingzwecke genutzt: „Earlier in March, Facebook came under fire from security and privacy experts for using phone numbers provided for security reasons — like two-factor authentication — for other things (like marketing, advertising and making users searchable by their phone numbers across the social network’s different platforms).“ Ob der Niedergang von Facebook doch schneller geht, als ich bisher dachte?

 

#G=T. Schon mal gelesen oder gehört?

Lesen ist ja der Plan für das Jahr 2019. Einiges habe ich noch vor mir, anderes ist kurz vor dem Abschluss. So meine Lektüre zu Albert Einstein.

Da ist mir die Formel G=T vor die Augen gekommen. Ich kannte diese bisher nicht. Kann sein, dass ich in Physik nicht immer aufgepasst habe – aber mit Einstein haben wir uns während der Schulzeit leider nicht ausgiebig beschäftigt. Sonst hätte ich auf die Frage meiner Tochter vor ein paar Jahren nicht so wenige Antworten gehabt. Also ging es darum, über ihn zu lesen. Richtig gute Biografien gibt es irgendwie nicht. Aber eine, die für mich geeignet war, mir den Menschen Einstein und seine wissenschaftlichen Erkenntnisse sehr nahe zu bringen. Am beeindruckendsten ist für mich dabei, dass die Lösungen, die Einstein entwickelte, reine Gedanken- und Denk- und Rechenarbeit war. Das war mir nicht so bewusst. Ein Buch habe ich dann doch gefunden. Der Autor ist David Bodanis, er in seinem Buch über Einsteins größten Fehler schreibt: Die Theorie von 1915 war bereits eine knifflige mathematische Arbeit, der die Anschaulichkeit weitgehend fehlte. Deshalb ist es nicht ganz leicht, in Alltagsbegriffen wiederzugeben, was die Theorie leistet. Buchautor David Bodanis beschreibt es so: Die Theorie beschreibt eine Beziehung zwischen der Geometrie G (oder der Struktur) des Raumes (der Raumzeit) und den Dingen T (der Materie, eigentlich Masse und Energie), die sich darin bewegen. Die Geometrie lenkt die Dinge, sie können sich nur so bewegen, wie es die Geometrie erlaubt; andererseits bestimmen (verzerren) die Dinge den Raum ihrer Umgebung, sie bestimmten die Geometrie. In völlig vereinfachter Form kann man das «G = T» oder «T = G» schreiben. Nach einer Pause spielte Einstein 1917 selbst mit seinen Formeln (hinter der einfachen Form stehen 16 Gleichungen, von denen zehn relevant sind – das Rechnen damit ist ziemlich schwierig) herum, kam beim Rechnen aber auf eine beunruhigende Erkenntnis: Seine Formel erlaubte ein Universum, das sich zusammenzog oder ausdehnte. Alle Astronomen-Koryphäen versicherten ihm aber, das sei keineswegs der Fall. Das Universum sei statisch. Einstein glaubte ihnen und «flickte» seine Formel, indem er auf der linken Seite eine Konstante einbaute, welche verhinderte, dass unerwünschte Ergebnisse zustande kommen. Er nannte sie die «kosmologische Konstante» und bezeichnete sie mit dem griechischen Buchstaben Lambda. Seine Formel sah dann so aus: G - Λ = T. Das gefiel Einstein überhaupt nicht. Es verletzte seine grundlegendsten Prinzipien. Für ihn mussten mathematische Formeln auch ästhetischen Anforderungen genügen. Lambda war ein Murks.“ Diesen Murks beseitigte Einstein erst viele Jahre später wieder. 

Das Zitat stammt aus dem Buch: Einsteins Irrtum. Das Drama eines Jahrhundertgenies: DVA München 2017. 335 S.

 

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